Italien
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Das Land Italien teilt sich in 20
Regionen auf. Das sind von Süden nach Norden:
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Sizilien, Calabrien,
Basilikata, Apulien, Sardinien, Campanien, Molise, Latium,
Abruzzen, Umbrien, Marche, Toscana, Emilia-Romagna, Ligurien,
Piemont, Lombardei, Veneto, Friaul, Trentino und Aostatal.
Diese Regionen sind jeweils in mehrere Provinzen
unterteilt.
In Form eines Stiefels ragt Italien etwa
1000km lang ins Mittelmeer und verbindet so Mitteleuropa mit
Nordafrika. Die Landesgrenze im Norden wird durch das Massiv der
Alpen gebildet, am südlichsten Ende ist Italien nur noch etwa 70km
von der Afrikanischen Küste entfernt.
Zusammen mit den beiden großen Inseln
Sizilien und Sardinien gehören etwa 300 000 qkm zum Staatsgebiet
der Republik Italien.
Immer wieder wird das Land von schweren
Erdbeben heimgesucht, dies erklärt sich durch die Lage der Insel
zwischen Europa und Afrika sowie durch Art und Beschaffenheit des
Gesteins aus dem sie gebildet wurde. Auch gibt es im Süden
Italiens mehrere Vulkane die in der Vergangenheit für große
Katastrophen verantwortlich waren und auch heute noch aktiv sind.
Italien ist ein Land großer Gegensätze. Im
Norden von den Alpen begrenzt, ist die Landschaft oft wild und
ursprünglich und mit eher karger, alpenländische Vegetation.
Im Süden, rundum vom Mittelmeer umgeben
wird die Landschaft lieblich und sehr fruchtbar, Weinberge,
Olivenhaine prägen dort oft das Bild, aber auch karge, ärmliche
Gegenden wird man im Inneren des Landes finden in denen außer
großen Wäldern nur soviel gedeiht um der Bevölkerung das Überleben
zu ermöglichen.
Neben der Landwirtschaft wird in großem Stil
Fischfang betrieben und auch der Tourismus hat sich mit den Jahren
zu einer ergiebigen Einnahmequelle entwickelt. In den
Ballungszentren des Landes - vorwiegend in den nördlichen Regionen
- findet man große Industriegebiete in denen auch ein Großteil der
57 Millionen Einwohner des Landes leben.
Religiös ist Italien vom Katholizismus
geprägt, der aber seit den späten 80-er Jahren nicht mehr
Staatsreligion ist.
Bereits im 18. und 19. Jahrhundert war
Italien ein beliebtes Reiseziel, Dichter wie Goethe erhielten dort
Inspirationen für ihr Werk, ungezählt sind Maler und Bildhauer die
hier lebten und wirkten.
Viele Völker siedelten in Italien, Etrusker
wurden von den Griechen verdrängt, diese wichen den Römern die
über Jahrhunderte führend in der damals bekannten Welt wurden.
Auch heute noch beweisen die Überreste dieser Epochen, welche
Hochkulturen einst in Italien blühten.
Später kamen im Zuge der Völkerwanderung
Germanische Volksstämme und verheerten das Land, der Gotenfürst
Theoderich der Große gründete das Ostgotische Reich mit den
Hauptstädten Pavia, Verona und Ravenna. Danach kamen die
Langobarden die später von den Karolingern besiegt wurden. So
wurde Karl der Große im Jahr 800 in Rom zum Kaiser gekrönt.
Bereits 27 Jahre später konnten die Sarazenen
ein Emirat in der Sizilianischen Stadt Palermo errichten und Ende
des 9. Jahrhunderts kam es zu schweren Kämpfen zwischen
fränkischen Adeligen um die Langobardische Königskrone, in deren
Verlauf die Ungarn plündernd und brandschatzend in Oberitalien
einbrechen konnten.
Ab etwa 950 wurde Italien von deutschen
Kaisern beherrscht, danach kamen wieder Sarazenen und später auch
normannische Eroberer die sogar vom Papst mit Lehen in Süditalien
bedacht wurden.
Etwa 1110 entstand in Salerno die erste
medizinische Schule von Bedeutung und 1119 wurde in Bologna die
erste Universität Europas gegründet.
Die Entstehung von Stadtstaaten war die
natürliche Folge der ständig wechselnden Eroberer und Herrscher,
dies geschah etwa ab Mitte des 13. Jahrhunderts und leitete eine
Zeit kultureller Hochblüte ein die in der Renaissance im 16. und
17. Jahrhundert ihren Höhepunkt fand.
Dichter, Musiker, Maler und Bildhauer deren
Namen auch heute noch mit Hochachtung und Verehrung genannt
werden, wirkten in den feudalen Stadtstaaten wie Florenz, Pisa,
Venedig, Mailand , Mantua und Siena.
Mit Beginn des 18. Jahrhunderts war Italien
unter der Herrschaft von Habsburgern, Türken, spanischen Bourbonen
und später auch des napoleonischen Frankreich.
Erst um 1750 entstand langsam so etwas wie
ein Nationalbewusstsein des italienischen Volkes das seinen
Höhepunkt in den Freiheitskämpfen im 19. Jahrhundert und der
Gründung des Italienischen Staates fand.
Im ersten Weltkrieg kämpften italienische
Armeen gegen Österreich-Ungarn und Deutschland, im zweiten
Weltkrieg stand das Land zuerst unter Mussolini auf Seiten der
Deutschen, später auf Seiten der Alliierten die das Deutsche Heer
in Italien 1945 zur Kapitulation zwangen.
1948 erhielt Italien eine demokratische
Verfassung. |