Aostatal
Region
Aostatal, Valle d`Aosta/ Fläche 3262 qkm/ Einwohnerzahl 113 000

Aostatal ist eine
der Autonomen Regionen Italiens und liegt im Nordwesten Italiens am Fuße
des Montblanc. Diese einmalig schöne Lage macht die Region Aostatal
insbesondere im Winter zu einem sehr beliebten Urlaubsgebiet.
Die
geschichtliche Entwicklung ergibt sich aus der Lage des Aostatales als
Zugang zu den Alpenpässen des kleinen und großen St. Bernard. Dies
erkannten bereits die Römer, die das Aostatal stark befestigten. Heute
sieht man Resten von Festungen und Burgen aus vielen Epochen, die ein
besonders schönes und malerisches Bild bieten.
Im Jahr 1191 kam
die Region an Savoyen und mit diesem dann zur Zeit Napoleons an
Frankreich und danach an das Piemont. 1861 wurde das Aostatal Italien
zugesprochen, einer Entscheidung der sich allerdings die Französisch
sprechende Bevölkerung vehement widersetzte. Diese Schwierigkeiten
verstärkten sich zur Zeit Mussolinis. Um den separatistischen
Bestrebungen entgegenzuwirken wurde 1948 Aostatal der Status einer
Autonomen Region zugebilligt. Gleichberechtigte Amtssprachen sind
seitdem Französisch und italienisch, die Bevölkerung spricht eine Art
provenzalischen Dialekt.
Der
Fremdenverkehr ist die Haupteinnahmequelle, in niederen Lagen wird
Weidewirtschaft betrieben, hier habt sich auch ein wenig Industrie
angesiedelt. Hauptstadt der Region Aostatal ist die Stadt Aosta.
Eine Reise durch
das Aostatal kann man z.B. am Montblanc - Tunnel beginnen. Er
wurde zwischen 1958 und 1964 erbaut und ist gegen eine Gebühr das ganze
Jahr über befahrbar.
Der Montblanc
ist der höchste Gipfel der Alpen ( 4810m ) und hier verläuft die Grenze
zwischen Frankreich und Italien. Eine Besteigung dauert etwa 12 Stunden
und wird von einem Führer begleitet. Am besten beginnt man damit in
Les Houches, dieser Ort liegt ca. 10km von Chamonix entfernt.
Entrevers,
ein malerisch gelegenes Dorf (1306m), bietet einen einmaligen Blick
über das Alpenpanorama. Lohnen ist auch ein Besuch der 2km entfernten
Wallfahrtskirche Notre Dame de la Guerison. Sie liegt in
der Nähe des Brenva - Gletschers, den man von hier sehr gut sehen
kann.
4 km von
Entrevers entfernt liegt Courmayeur ( 1224m) ein
Wintersportzentrum mit einem Alpenmuseum, Mineralquellen und zahlreichen
Schwebebahnen, die zu den verschiedenen Gipfeln führen.
In Pre`- Saint
- Didier ( 1004m) , einem kleiner Ort an der Mündung der
Thuile gibt es eine Eisenquelle. Man kann von hier einen Ausflug nach
La Thule ( 1441m) machen von wo aus man den Rutor ( 3486m)
besteigen kann. Diese Tour dauert ca. 8 Stunden und wird von einem
Führer begleitet. Wenn man von La Thule aus weiterfährt, so kann man
über die Italienisch - Französische Grenze beim Lac Verney den
Kleinen St. Bernhard ( 2188m ) besuchen. Die Aussicht auf dieser
Strecke ist von einmaliger Schönheit.
Weiter auf der A
5 erreicht man das den kleinen Ort La Salle ( 1001m ) über dem
das Chateau de Chatelard ( 1171m ) aus dem 13. Jh. thront. Danach kommt
man durch die wildroman -tischen Engpaß Pierre Taille mit einem
Wasserfall und danach zu den malerischen Tälern Valgrisenche und Val
de Rhemes.
Bald danach kommt
man an der Tour Colin ( 13.Jh. ) und den Burgen Sarriod de la Tour ( 4.
Jh.) und Saint - Pierre (17. Jh. ) vorbei und erreicht dann Sarre
mit seinem schönen Schloß aus dem 18. Jh.
Hier ist der
Ausgangspunkt für eine Fahrt von ca. 29km in die Val de Cogne.
Man kommt an dem eindrucksvollen Schloß Aymavilles mit seinen 4 Türmen
vorbei und überquert die Schlucht der wilden Grand`Eyvie. Ein 120m hohes
Aquädukt aus der Zeit des Augustus steht unterhalb der Straße bei Pont
d`Ei.
Dann erreicht man
Cogne, einen Urlaubsort der in jeder Jahreszeit ein beliebtes
Touristenziel ist. Hier lohnt eine Tour in den Gran Paradiso
Nationalpark.
Die A 5 bietet
nun ganz einmalige Ausblicke auf das Tal und die Berge und man kommt an
der eindrucksvollen Burg Fenis vorbei, die um 1330 erbaut wurde
und einen Besuch lohnt. Man kann Wandmalereien, einen ausserordentlich
schönen Hof und Fresken aus dem 15. Jh. besichtigen.
Weiter geht es
über Chatillon, einer kleinen Stadt mit einer beeindruckenden
Burg. Von hier sind Ausflüge in zahlreiche Skigebiete und
Wintersportzentren wie Breul und Valtoumenche möglich.
Nach Chattilon
erreicht man Saint - Vincent, eine vielbesuchte Sommerfrische mit
Mineralquellen und einem Spielcasino. Auf einer Anhöhe hinter dem Ort
thront die Burg Ussels aus dem 14. Jh.
Einen letzten
Blick auf den Montblanc hat man vor dem pittoresken Engpaß von
Montjovet, die Burg gleichen Names liegt unmittelbar dahinter,
oberhalb der Straße. Von hier ist es nur noch eine kurze Fahrt nach
Verres, auch hier eine Burg, die Rocca aus dem 14. Jh. Hier sollte
man ein Abstecher in die Ski - und Sommerfrischegebiete von Brusson
und Champoluc machen, die landschaftlich sehr schön sind.
Wenige Kilometer
nach Verres erreicht man das Schloß Issogne (1480 ), hier lohnt
eine Besichtigung der schönen Innenräume. Danach kommt Arnad,
eine kleiner Ort der von einer Burgruine überragt wird. Von führt die
Straße abwärts und man fährt vorbei an dem großen Fort Bard aus
dem 11. Jh. nach Pont - Saint - Martin wo man eine römische
Brücke aus dem 1. Jh. v. Chr. besichtigen kann, die über das Flüßchen
Lys führt.
Wenn man von hier
in das Valle di Gressoney fährt und dem Lauf des Lys folgt,
erreicht man das Dorf Issime, das im 13. Jh. von deutsch
sprechenden Wallisern gegründet wurde. Danach kommt Gressoney - St. -
Jean und dann die Ortschaft Gressoney - La Trinite. Von hier
gehen Sessel - und Gondelbahnen zu verschiedenen Gipfeln der Umgegend.
Gressoney - La - Trinite`ist auch der Ausgangspunkt für viele Hochgebirgstouren im Gebiet des Monte Rosa.
Landestypische Spezialitäten
- Seupa alla Valpellinenze, Schichten von geschnittenem Brot, geschmortem Wirsing, Fontina - Käse, Schinken und Bratensagt mit Fleischbrühe übergossen und im Ofen geschmort.
- Carbonada/ Carbonata, Schmorgericht aus Rindfleisch, Rotwein und Zwiebeln.
- verschiedene Gerichte aus dem Fleisch von Gemsen
- Polenta
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