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Montecassino oder Abbazia di Montecassino
Provinz Frosione/ Region Latium oder Lazio/ Höhe 519m über
dem Meer
Das
Kloster Montecassino wurde 529 von Benedikt von Nursia
begründet und ist eine der Urzellen abendländischer
Mönchskultur.
Es
liegt im Süden der Region Latium, etwa 110km von Rom
entfernt und oberhalb der Stadt Cassino die im 2. Weltkrieg
so vollkommen zerstört wurde, daß man sie an anderer Stelle,
etwas weiter südlich neu erbaute. Heute leben hier etwa 20
000 Einwohner.
In der
Nähe des Ortes Cassino liegt ein deutscher Soldatenfriedhof
auf dem 20 051 Gefallene beigesetzt wurden.
Fährt
man von Cassino zum Kloster, kommt man auf der etwa 9km
langen, gewundenen Straße an den Ausgrabungen des antiken
Ortes Casium vorbei von dem noch Reste eines
Mausoleums, eines Amphitheaters und eines römischen Theaters
zu sehen sind. In unmittelbarer Nähe liegt die Ruine der
Rocca lanula, einer Burg aus der Zeit um 970.
Ein
weiterer Soldatenfriedhof mit mehr als 1000 Gräbern von
polnischen Soldaten liegt in der Nähe des Klosters. Hier
befinden sich auch die Reste von Polygonalmauern aus dem 4.
und 3. Jh. v. Chr.
Montecassino ist das Mutterklosters des Benediktinerordens.
Seit seiner Gründung 529 ist es berühmt für seine Gelehrten
und Wissenschaftler.
1943
und 1944 wurde das Bergmassiv Montecassino zu einem Teil der
deutschen Front und am 15. Februar 1944 zerstörten die
Alliierten bei einem Luftangriff die Klosteranlage fast
vollständig. Es blieben nur die Krypta und die Gräber der
hl. Scholastika und ihres Bruders des hl. Benedikt erhalten.
Die kostbare Klosterbibliothek, das Archiv und die meisten
der wertvollen Gemälde waren glücklicherweise während der
Kämpfe ausgelagert worden. Unmittelbar nach der Zerstörung
begann man mit dem Wiederaufbau.
Im
Klostermuseum ist ein reicher Schatz an etruskischen und
römischen Funden, Gemälden, Plastiken und mittelalterlichen
Handschriften untergebracht.
Einen
wunderbaren Blick auf Kloster und Umgebung hat man Gipfel
des Monte Calvario auf dem ein polnisches Kriegerdenkmal
steht. |