| Cagliari
Region Sardinien
oder Sardegna / Provinz Cagliari/ Höhe 10m über den Meer/
Einwohner 225 000
Cargliari
ist die Hauptstadt der autonomen Region Sardinien und liegt an der Südseite
der Insel, am Golfo degli Angeli. Besonders günstig ist auch die Lage
an der Mündung des Flusses Manu, dadurch hat Cagliari den wichtigsten Hafen
der Insel. Die Stadt wurde von den Phöniziern gegründet, die Römer nannten
sie Karalis. Der älteste Teil von Caglari liegt am Castello, einer
Anhöhe mit steilen Hängen. Darunter breiten sich die Vorstädte und die neuen
Stadtteile aus. Cagliari ist Sitz einer Universität.
Der
Hafen der Stadt ist Handelshafen aber auch Passagier - und Fährhafen.
Ein kleiner Yachthafen schließt sich im Osten an. Die Via Roma, der Corso
von Cagliari verläuft hinter dem Hafenkai. Sie ist ein bekannter
Treffpunkt. hier finden sich auch viele hübsche Cafes, die unter den Arkaden
der angrenzenden Palazzi untergebracht sind. Am Ende der Via Roma
liegen Bahnhof und Rathaus.
In dem pittoresken
Marina - Stadtviertel findet man die meisten Trattorien und Restaurants
der Stadt. hier steht auch die Kirche Sant`Agostino ( 16.Jh. ), die
einzige Renaissancekirche Sardiniens.
Im 19. Jh. wurde der
von schönen Bäumen gesäumte Largo Carlo Felice angelegt. Er führt von
der Via Roma bergauf zur Piazza Yenne die in den belebten Corso
Vittorio Emanuele mündet. An einer Seitenstraße des Corso, der
Via Tigello können die Reste von 3 römischen Häusern
besichtigt werden.
Die Via G. Manno
beginnt an der Piazza Yenne und führt zu der tiefer gelegenen Piazza
della Constituzione. Hier in der Nähe steht die Kirche Santo
Domenico mit ihrem ansprechenden Kreuzgang.
Eine Promenadenstraße
mit besonders schönen Ausblicken ist die prachtvolle Viale Regina
Elena an deren Ende der Giardino Publico liegt. Sie zieht sich um
den Castello - Hügel nach Norden und beginnt an der Piazza della
Constituzione, ebenso wie die Passeggiata Coperta. Diese
beeindruckende Marmortreppe führt hinauf zur Bastione di San Remy die
zu Beginn unseres Jahrhunderts auf den noch gut erhaltenen Resten einer
mittelalterlichen Bastion erbaut wurde. Am Ende der Treppe liegt die
Aussichtsterasse Terrazza Umberto I, von der aus man einen wunderschönen
Blick auf Golf, Hafen und die Stadt hat. Oberhalb davon befindet sich die
Bastione Santa Caterina, auch sie mit einer sehr schönen Aussicht.
Zur Universität mit
ihrer bedeutenden Bibliothek führt die Via dell`Universita, die an
der Bastion Santa Caterina beginnt und an dem beeindruckenden Torre
dell`Elefante aus dem 14. Jh. endet.
Hinter diesen
Befestigungsanlage beginnt die Altstadt, das Stadtviertel Castello.
Durch das Tor der alten Torre dell`Aquila kommt man in ein Gewirr von
engen Gässchen, Treppen und dunklen Gewölben die alle mit der Hauptstraße,
der Via Lamarmora verbunden sind. Diese zieht sich an der Anhöhe nach
Norden und erweitert sich in halber Höhe zur Piazza Palazzo mit ihren
schönen Palästen.
Hier erhebt sich der
Dom Santa Maria, die Bischofskirche aus dem 13. Jh., die mehrfach
umgebaut wurde. Campanile und die Portale der Seitenschiffe
stammen noch aus der Gründungszeit, der Rest wurde zu Anfang dieses
Jahrhunderts erneuert. Das Innere wurde im Stile des Barock ausgebaut, hier
werden einige kostbare Kunstwerke wie z.B. die marmorne Kanzel aus dem
13. Jh., aufbewahrt.
Die Via Lamamorra stößt
nördlich auf die Piazza dell`Indipendenza mit der schönen Torre
San Pancrazio von 1305. Hier finden wir das Museo Archeologico
Nazionale, eine der bedeutendsten Sammlungen aus der Sardischen
Geschichte. Hierbei ist insbesondere eine Sammlung nuraghischer
Bronzestatuen aus dem 9. - 7. Jh. v. Chr. hervorzuheben.
Neben dem Museum steht
die Chiesa della Purissima von 1554, in ihrem Inneren ein
wunderschönes, filigranes Sterngewölbe.
Die Citadella dei
Musei, das Museumszentrum, ist ein moderner Gebäudekomplex mit Resten
einer spanischen Zitadelle, und liegt in der Nähe der Piazza dell`Inpendenza.
Hier findet man das Museo Siamese S. Cardu und die die Pinacoteca
Nazionale mit Werken katalanischer und sardischer Maler aus dem 14. -
17. Jh. In der nahegelegenen Städtischen Kunstgalerie werden die
Werke moderner, sardischer Künstler ausgestellt.
Am Museo Archeologico
Nazionale beginnt der Viale Buon Cammino, der durch den Vorhof der
Zitadelle auf den Hügelrücken führt. Dort beginnt nach ca. 500m ein Weg zum
römischen Amphitheater aus dem 2. Jh. n.Chr., das heute ein
Freilichttheater beherbergt. Tiergraben, Gänge und der Zuschauerraum sind
noch sehr gut erhalten. Südwestlich davonliegt der Botanische Garten
von Cagliari.
Erwähnenswert ist noch
die frühchristliche Kirche San Saturno. Sie ist die älteste Kirche
von Sardinien, wurde im 6. Jh. erbaut und im 11. und 12. Jh. erweitert. Der
hl. Saturnus stammte aus Cagliari und ist der Schutzpatron der Stadt.
Ebenfalls
empfehlenswert ist ein Besuch des Klosters Bonaria. Es besitzt eine
große Basilika und die Wallfahrtskirche Santurario di Bonario in der
das legendäre Gnadenbild „Unserer lieben Frau von Bonario“ aufbewahrt wird.
Umgebung von
Cagliari
Die wohl schönste
Landkirche Sardiniens, Santa Maria ( 1135 - 1145 ) kann man in
dem Dorf Uta, ca. 23km von Cagliari besichtigen.
Ebenso sehenswert ist
die romanisch/gotische Basilika San Pantaleone, erbaut zwischen dem
11. und 12. Jh. in Dollanova, ca. 20km nordöstlich von Cagliari.
Eine Fahrt von Cagliari
an die Südostküste Sardiniens ist besonders empfehlenswert. Sie
beginnt in der Innenstadt, führt zum Aussichtsberg Monte San Elia,
dann zum Stagna di Molentargius, einem Feuchtgebiet von ca.
500 ha. wo man Flamingos sehen kann, und von dort zu dem Badestrand
Poetto. Von hier verläuft die Straße zur äussersten Südostspitze der
Insel, dem Cap Carbonara, vorbei an alten Wachtürmen und Nuraghen. |