| Sassari
Provinz Sassari/
Region Sardinien oder Sardegnga/
Höhe 225m über dem Meer/
Einwohner 120 000
Sassari
ist nach Cagliari die zweitgrößte Stadt Sardiniens und Hauptstadt der
Provinz Sassari. Die Stadt liegt auf einem Kalksteinplateau im Nordwesten
der Insel, ist ein wichtiges Handelszentrum sowie Sitz einer Universität.
Bekannt sind 2 große Feste, die in Sassari gefeiert werden, die
Cavalcata Santa Sarda, ein Reiterwettspiel mit einem Umzug historischer
Trachten im Mai und die Festa del Candelieri im August.
Der älteste Teil
Sassaris liegt in der Umgebung des Domes San Nicola. Dieser
machtvolle Bau wurde im 15. Jh. im Stil der katalanischen Gotik erbaut und
erhielt um 1700 Ausstattung und Fassade im Stil des Barock. Der Campanile
aus dem 13. Jh. wurde ebenfalls im 18. Jh. erweitert. Sehenswert ist das
Dommuseum.
Hinter dem Dom steht
der hübsche Palazzo Ducale aus dem 18. Jh.
Der Corso Vittore
Emanuele II, der nördlich des
Domplatzes verläuft, existierte schon im
13. Jh. Heute ist er eine beliebte Promenade
an der sehenswerte Gebäude wie die schöne
Barockkirche Sant
Andrea von 1648 und das
klassizistische Teatro Civico liegen.
Am westlichen Rande der
Altstadt erhebt sich die Kirche Santa Maria di Betlem an der
Piazza Santa Maria. Sie wurde im 12. Jh. in Pisaner Romanik erbaut und
das Innere später im Gotischen Stil erneuert.
Der jüngere Teil der
Stadt, er entstand vorwiegend im 19. Jh., beginnt an der Piazza Castello
und der großzügigen Piazza d`Italia. mit dem Palazzo della
Provinzia und dem Denkmal Vittorio Emanuele II, beide aus
dem 19. Jh. Hier ist seit 1872 der neue Mittelpunkt der Stadt.
Die Via Roma,
eine schöne, baumbestandene Straße beginnt hier und führt zu dem
bemerkenswerten Museo Archeologico ed Etnografico G.A. Sanna. Es
beherbergt eine Gemäldesammlung und hochinteressante Exponate zur
Archäologie und Volkskunde Sardiniens.
Am nördlichen Randes
des Zentrums steht das barocke Brunnenhaus Fonte Rosello von 1605.
Umgebung von Sassari
Besonders schön ist
eine Fahrt von ca. 35 km von Sassari nach Alghero, einem
Fischerstädtchen und Seebad. Seine Einwohner sprechen auch heute noch
katalanischen Dialekt. Algherero liegt auf einer Landzunge, die
befestigte Altstadt ist noch sehr gut erhalten. Sehenswert sind die
spanischen Bastionen, die gotische Kathedrale aus dem 16. Jh.
sowie die romanische Kirche San Francesco mit ihrem schönen
Kreuzgang.
Empfehlenswert auch
eine Fahrt durch die Küstenlandschaft Nura zu der Hafenstadt Porto
Torres am Golfo dell`Asinara. An deren östlichen Ortsrand
steht die Basilika San Gavino aus dem 11. Jh., eines der schönsten,
romanischen Bauwerke Sardiniens. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel
katalanischer Gotik ist das seitliche Doppelportal aus dem 15. Jh., Säulen
und Pfeiler gliedern das Innere der Kirche in deren Krypta römische
Sarkophage zu sehen sind. Westlich des Bahnhofes befinden sich noch Reste
der ehemaligen römischen Kolonie.
Nordwestlich von Porto
Torres gelangt man nach Stintio, einem Fischerdorf und beliebten
Ferienort. Von hier kommt man nach 5km zum nordwestlichsten Kap von
Sardinien dem Punta del Falcone. Nördlich davon die Isola Asinara
und die Isola Piana. |