|
Citta di Castello
Provinz: Perugia/ Region Umbrien oder Umbria/ Höhe 288m über dem Meer/
Einwohner 38 000
Am linken Ufer des Tibers in einer landschaftlich
sehr schönen und fruchtbaren Gegend, liegt Citta di Castello, heute ein
lebhaftes Wirtschaftszentrum. Hier wird Tabakanbau betrieben,
Druckindustrie hat sich angesiedelt und trotzdem ist diese schöne alte
Stadt ein Kulturdenkmal mit vielen interessanten und bedeutenden
Sammlungen und Gebäuden geblieben.
Geprägt wird das Bild von Citta di Castello größtenteils durch die vier
wundervollen Palazzi der Familie Vitelli, die im 16. Jh. die Stadt
regierten. Der größte von ihnen, ( erbaut um 1540) mit einem schönen Park,
steht an der nordöstlichen Stadtmauer. Neben ihm, im Palazzo Albizzini (
15. Jh.). befindet sich eine Sammlung von Gemälden des einheimischen
Malers Alberto Burri.
Geht man von hier aus ins Stadtzentrum, kommt man nach kurzer Zeit an die
Piazza Raffaelo Sanzio. Hier erhebt sich die gotische Kirche San Francesco
aus dem 13. Jh. Ihr Inneres wurde im frühen 18. Jh. im Barockstil
umgebaut. Hier ist besonders die Kapelle der Familie Vitelli
beachtenswert. Sie wurde um 1560 von Vasari gestaltet.
Die schöne Altstadt ist von einem Mauerring umgeben. Ihr Mittelpunkt ist
ohne Zweifel die Piazza Matteotti mit dem beherrschenden Palazzo del
Podesta aus dem 15. Jh. Die schöne Barockfassade des Palazzo wurde 1687
angefügt. Geht man von hier aus abwärts durch den engen Corso Cavour zur
Piazza Gabriotti, so stößt man auf den eindrucksvollen Palazzo Communale
mit seiner schön gewölbten Eingangshalle. Er wurde im 14. Jh. erbaut.
Ihm gegenüber erhebt sich die Torre Communale, die man besteigen kann und
der Palazzo Vescovile, der Bischofspalast.
Direkt neben dem Palazzo Communale wurde im 11. Jh. der mächtige Dom
errichtet, den man im 15. Jh. im Stil der Renaissance umbaute. Seine
Barockfassade entstand um 1632, sie wurde nicht vollendet. In seinem
Inneren sind schöne Gemälde und im anschließenden Dommuseum der
Kirchenschatz zu besichtigen. Eines seiner bedeutendsten Stücke ist ein
Antependium aus vergoldetem Silber, das um 1150 entstand.
Empfehlenswert ist auch ein Besuch der städtischen Gemäldesammlung,
Pinacoteca Communale. Sie ist in einem Vitelli-Palazzo aus dem frühen 16.
Jh. an der südlichen Stadtmauer untergebracht. Die Wände des Palazzo sind
mit beeindruckenden Fresken ausgestaltet, das Museum selbst beherbergt
bedeutende Werke umbrischer Renaissancemalerei wie ein Jugendbildnis von
Raffael und ein Gemälde von Lucca Signorelli.
|