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Gubbio
Provinz: Perugia/ Region Umbrien oder Umbria/
Höhe 478-529m über dem Meer/
Einwohner 32 000
Die Römer nannten sie Iguvium, diese alte Stadt, die
etwa 40km nordöstlich von Perugia in einer schönen und fruchtbaren
Landschaft liegt. Die pittoreske Altstadt von Gubbio mit ihren
überwölbten, engen Gassen und steilen Treppen ist von einem gut erhaltenen
Mauergürtel umgeben und wurde auf einem steilen Hang des Monte Ingino
erbaut. Sie bietet ein vollendetes Bild des Mittelalters.
Bemerkenswert ist der Corsa dei Ceri, ein Stadtfest am 15. Mai, bei dem 3
riesige und schwere Holzkerzen in einem Wettlauf durch die Straßen
getragen werden.
Mittelpunkt der Stadt ist die eindrucksvolle Piazza delle Signoria, die
mit wuchtigen Unterbauten direkt an den Berg gebaut wurde. Hier liegt auch
der mächtige Palazzo dei Consoli aus dem frühen 14. Jh. mit seinem
Campanile. In ihm sind das Museo Civico und das Archäologische Museum
untergebracht. Im Archäologischen Museum werden die sog. Eugubinischen
Tafeln gezeigt, sieben Bronzeplatten aus dem 2. Jh. vor Christus. In einem
anderen Stockwerk werden bemerkenswerte Tafelbilder und Fresken aus
mehreren Jahrhunderten ausgestellt.
Gegenüber dem Palazzo dei Consoli liegt der Palazzo Pretorio. Beide
Paläste sind Bauwerke des berühmten Architekten und Baumeisters Gattapone
aus Gubbio.
Oberhalb der Piazza delle Signoria erhebt sich der Palazzo Ducale aus dem
15. Jh. mit seinem schönen Ehrenhof Er wurde in seinem Stil stark vom
Palast in Urbino beeinflusst. Von der Gartenanlage mit ihrer
Aussichtsterrasse hat man einen sehr schönen Blick über Gubbio und den Dom
aus dem frühen 13.Jh., dessen Fassade mit Skulpturen eines noch älteren
Gotteshauses geschmückt ist. Im Inneren befinden sich schöne Altarbilder
aus dem 16. Jh. Beachtenswert auch das kleine Dommuseum direkt dabei.
Vom Dom führt eine steil ansteigende Straße auf den Monte Ingino. An
seinem Hang das bemerkenswerte Kloster Sant´Ubaldo mit einem einmaligen
Blick über Gubbio. Man kann den Gipfel auch bequem mit einer Kabinenbahn
erreichen.
Geht man von der Piazza delle Signoria über die Via dei Consoli weiter, so
sieht man auf dem Wege in die verwinkelte nordwestliche Altstadt viele
schöne und alte Häuser, in denen sich heute Souvenirläden und
Keramikwerkstätten befinden. Man kommt an der Fontane dei Matti und am
gotischen Palazzo del Bargello ( 14. Jh.) vorbei und erblickt am Ende die
Fassade der Kirche San Domenico (13. Jh.) die in ihrem inneren sehr schöne
Fresken aus dem 15. Jh. beherbergt.
Im Südosten von Gubbio liegt die Kirche Santa Maria Nuova aus dem 14. Jh.
In ihrem inneren ein bedeutendet Freskenzyklus. Ebenfalls sehr schöne
Fresken sind in der Kirche Sant´Agostino, etwas außerhalb der Porta Romana,
zu finden.
Keinesfalls sollte man einen Besuch der Kirche San Francisco aus dem 13.
Jh., unterlassen. Ihr schöner Glockenturm stammt aus dem 15. Jh., die
Fresken in ihrem Inneren ebenfalls.
Die alte Römerstadt von Gubbio liegt außerhalb der Stadtmauern in der
Ebene. Hier findet man ein kleines Mausoleum und ein Theater, das immerhin
6000 Zuschauer fasste.
Östlich von Gubbio erreicht man über die S.S.298 und die S.S.3 den Monte
Cucco, den mit 1566m höchsten Berg des umbrischen Apennins. Er ist ein
sehr beliebtes Wandergebiet, an seinem Osthang die Grotta del Monte, eine
der größten Karsthölen Italiens mit wundervollen Tropfsteingebilden.
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