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Spoleto
Provinz: Perugia/ Region Umbrien oder Umbria/ Höhe 305 - 453m über dem
Meer/
Einwohner 38 000
Am linken Ufer des Tessino und etwa 60km von Perugia
entfernt, liegt Spoleto, eine Stadt mit reicher Geschichte. Gegründet in
römischer Zeit war Spoleto als Hauptstadt des langobardischen Herzogtums
und in späteren Zeiten Sitz eines päpstlichen Stellvertreters eine der
wichtigsten Städte Umbriens.
Die gut erhaltene, mittelalterliche Stadt, gelegen in einer landschaftlich
sehr reizvollen Umgebung ist ein beliebtes Reiseziel. Erwähnenswert ist
auch das „Festival del Due Mondi“, ein Musik-und Theaterereignis, das im
Juni und Juli abgehalten wird.
Wir beginnen unseren Rundgang durch die Altstadt von Spoleto am unteren
Rande der Mittelalterlichen Oberstadt beim römischen Theater aus dem 1.
Jh. Vor Christus. das nahezu 3000 Menschen Platz bot. In direkter
Nachbarschaft befindet sich das Archäologische Museum der Stadt.
Steigt man von hier über eine enge und steile Gasse bergauf, so erreicht
man zunächst die Kirche Sant´Ansano aus dem 18. Jh. Sie wurde über einem
römischen Heiligtum errichtet. Hier erhebt sich der Drusus-Bogen aus dem
Jahr 23, der aus gewaltigen Steinquadern erbaut, der Eingang zum
ehemaligen Forum war. Heute ist hier die Piazza Mercato.
Am barocken Wandbrunnen der Piazza beginnt die Via del Palazzo del Ducchi.
Hier findet man eine Reihe von Läden, die in mittelalterlichen Verkaufs-
und Werkstatträumen untergebracht sind.
Ebenfalls mitten in der Altstadt, zwischen der Via Saffi und der Via del
Munizipio, liegt der wuchtige Palazzo Communale aus dem 13. Jh. Hier
befindet sich die städtische Gemäldegalerie.
Schräg gegenüber sind noch die Reste eines römischen Tempels zu sehen.
Nördlich vom Palazzo Communale an der Via Saffi sollte man nicht versäumen
im Hof des Erzbischöflichen Palastes die schöne romanische Kirche
Sant´Eufemia aus dem 12. Jh. zu besuchen. Sie verfügt über einen
bemerkenswerten Apsidenchor, der auch schon vom Domplatz aus zu sehen ist.
Über eine breite Treppe gelangt man vom Erzbischöflichen Palast zum
Domplatz. Hier erhebt sich der eindrucksvolle Dom Santa Maria Assunta, der
im 12. Jh. von Kaiser Barbarossa zerstört und danach neu errichtet wurde.
Die Fassade wird von einem beeindruckenden Mosaik aus dem 12. Jh.
dominiert, das Christus, Maria und Johannes darstellt.
Die sehr schöne Vorhalle wurde Mitte des 15. Jh. angebaut.
Das Innere des Domes ist ganz im Barockstil gehalten. Hier sind
insbesondere die Fresken des Filippo Lippi und sein Grabmal aus dem 15.
Jh. hervorzuheben.
Weiter auf der Via Saffi, gelangt man zur Piazza Campello, die von schönen
Bäumen gesäumt ist. Ab hier geht man über die Via Rocca weiter zur Burg
hinauf, die sich wuchtig und mit ihren Türmen über der Stadt und dem Tal
erhebt. Sie wurde im 14. Jh. erbaut und war Sitz des päpstlichen
Statthalters. In dieser Funktion lebte hier für kurze Zeit die berühmte
Papsttochter Lukrezia Borgia.
Von dort gelangt man zur Ponte delle Torri, einer im 14. Jh. erbauten
Brücke, die mit einer Länge von 230m und einer Höhe von etwa 80 m das Tal
des Tessino überspannt.
Weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Unterstadt. Hier ist die
Kirche San Giovanni e Pablo ( 1170) mit ihren schönen Fresken, die Kirche
San Domenico aus dem 13. Jh. und am Nordrand der Altstadt auf der Piazza
Garibaldi, die Kirche San Gregorio Maggiore, ein beeindruckendes Beispiel
romanischer Baukunst, zu benennen. In der Kirche San Gregorio Maggiore
wurden Reste einer römischen Brücke die sog. Ponte Sanguinario
ausgegraben.
Lohnend ist ein Spaziergang am südöstlichen Stadtrand, oberhalb der alten
Via Flaminia, zu der vermutlich ältesten Bischofskirche von Spoleto San
Pietro fuori le mura mit ihrem wundervollen Fassadenrelief. Erbaut im 5.
Jh. wurde sie im 12. Jh. erneuert
Im Südwesten der Altstadt befindet sich ein weiteres Kleinod aus
romanischer Zeit, die im 13. Jh. erbaute und inzwischen als Altersheim
genutzte Kirche San Paolo inter vineas.
Von San Pietro fuori le mura führt eine steile und gewundene Straße zum
Gipfel des waldreichen Hausberges von Spoleto, dem Monteluco. Im Jahre
1219 gründete der hl. Franziskus hier die Eremo delle Grazie, eine
Einsiedelei von deren Terrasse man einen geradezu traumhaften Rundblick
genießen kann.
Wenn man bei der Porta Garibaldi den Tessino überquert und nach der Brücke
etwa 100m rechts den Fluss entlang geht, so gelangt man auf eine Straße,
die zur Kirche San Salvatore führt. Die Entstehungs – und Bauzeit dieser
Kirche ist bis heute umstritten. Sie wurde aber vermutlich im 4. und 5.
Jh. erbaut und im 8. und 9. Jh. umgebaut.
Südlich davon kommt man zur Kirche San Ponziano die im 12./13. Jh. über
dem Grab des Stadtheiligen von Spoleto, dem hl. Pontianus errichtet wurde.
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